Les Artisans du Champagne – 23.04.13 Domaine Les Crayéres

Wie schon in der Zusammenfassung erwähnt, empfand ich dritte Veranstaltung als die, wo am meisten dosiert wurde und bei der wenig wirklich neues, spannendes zu finden war. Die Ausnahme bildete Savart, der eher zu den Terres et Vins gepasst hätte aber so war er ein willkommener Kontrast in dem Pomp und Prunk der Domaine Crayeres.

Highlihts waren die Cuvées von Vilmart und was mir eigentlich am allerbesten gefallen, ja fast schon umgehauen hat, war der neue Jahrgang von Pierre Peters Les Chetillons (2006). Neu auf den Schirm habe ich außerdem jetzt Marc Hebrart, dessen Champagner mich sehr überzeugt haben.

Frédéric Savart, war den ganzen Tag umringt von Interessenten, die seine spannenden Champagner probieren wollten

Frédéric Savart, war den ganzen Tag umringt von Interessenten, die seine spannenden Champagner probieren wollten

#####

Pierre Peters (Le Mesnil sur Oger) ***

L’Esprit de 2008 bdb Grand Cru Millesime xx

Sehr feine Perlage, typisch zurückhaltender Charakter, muss man sich erschmecken, sehr elegant und komplex

Les Chétillons 2006 xxxx

Eine echte Bank, großes Stück Wein, vielschichtig, komplex, tief, tolle Aromatik, elegant, hier stimmt einfach alles, laut Rodolphe auch ein wirklich gelungener Jahrgang für den Chétillon. Er schafft es, dass er einen überwältigt, aber nicht mit Volumen sondern mit einer ganz feinen, leichtfüßigen Aromatik.

Rosé for Albane Saignée non Millesime

Nicht mein Typ, zumindest im Moment, erinnert mich irgendwie an ein schweres Parfum einer alten Dame, süßich, schwer, später öffnet er sich aber dann und wird überzeugender.

Rodolphe Peters mit seiner Frau

Rodolphe Peters mit seiner Frau

#####

Vilmart (Rilly la Montagne) ***

Grande Réserve xx

Toller, kompletter Einstieg, sehr unkompliziert und trotzdem komplex, bereits recht voluminös

Grand Cellier xx(x)

Super, ihm fehlen derzeit ein klein wenig Höhen, aber schon nochmal ein Sprung vom Grand Réserve

Grand Cellier d’Or 2007 xxx

Das wird großes Kino, derzeit aber noch zu jung, hat derzeit noch etwas leicht unrundes

Coeur de Cuvée 2004 xxx

Ich bin ja immer eher ein Fan des Grand Cellier d’Or, da ich die etwas frischeren Champagner bevorzuge. Der Coeur de Cuvee ist schon ein richtiges Schlachtschiff: süßlicher, massiger, fülliger, dichter. In jedem Fall ein großes Stück Wein.

Laurent Champs bei seinen Erläuterungen

Laurent Champs bei seinen Erläuterungen

#####

Nicolas Maillart (Ecueil)

Champagner haben mir nicht gefallen, am besten fand ich noch den bdb Chaillots Gillis 2004 1er Cru aber auch der hat wie die anderen etwas kleistriges. Insgesamt wirken die Erzeugnisse pappig und etwas ausgelutscht.

#####
Pierre Paillard (Bouzy)

Bouzy Grand Cru

Empfand ich als unausgewogen, unstimmig mit Bitternoten

Bouzy BdN „Les Maillerettes“ 2008 Grand Cru

Schon sehr viel besser, wirkt aber etwas beschwert und behäbig

Bouzy BdB „Les Mottelettes“ 2008 Grand Cru

Gefällt mir beser, als der BdN, wirkt sehr viel frischer, leider diese Eisen/Jod Aromatik

Brut Millésime 2004 Grand Cru

Gefällt mir überhaupt nicht

#####
Savart (Ecueil) (**)

Dieser Winzer bringt spannendes, innovatives, kompromissloses hervor, das man beobachten sollte. Ich muss aber leider zugeben, dass ich zuminest an diesem Tag seine Champagner nicht verstanden habe. Aber vielleicht lag es auch daran, dass sie so stark aus den anderen heraustachen.

#####
Huré (Ludes) *

Macht sehr gute Champagner, lediglich diese ganz leichte Aromatik nach Eisen und Jod macht es für mich leider etwas weniger attraktiv.

Extra Brut Réserve (x)

3g Dosage, alles drin, was man braucht, schönes Trinkerlebnis

Inattendue 2006 x

100% Chardonnay, 4g Dosage

Hier war der Knopf für das Besondere bei mir ganz leicht gedrückt, leider ein klein wenig pappig, was eigentlich bei 4g Dosage nicht sein dürfte

Mémoire x

Produziert im Solera Verfahren, 1982 hat er damit gestartet, 3g Dosage

Extrem seidige Perlage, sehr interessante Cuvée mit pfeffrigem Abgang

Terre Natale 2000 xx

10 Jahre auf der Hefe, 4g Dosage

Ein starkes, großes Stück Wein

#####
Marc Hebrart (Mareuil sur Aÿ) **

Dieser Winzer bzw. seine Erzeugnisse haben mir sehr gut gefallen, der Prestige Millésime 2007 1er Cru hält sogar mit Vilmart mit, ich habe die beiden direkt nacheinander verkostet.

Rive Droit x

Sehr gut, komplett, packt einen erst im Abgang, dann aber komplett, nussig, bleibt minutenlang.

Spécial Club 1er Cru 2008 (x)

Fand ich gut, aber es fehlte mir der letzte Kick

Prestige Millésime 2007 1er Cru xxx

Wow, sehr rund und komplex, alles perfekt eingebunden, erinnert mich von der Stilistik an Vilmart Grand Cellier d’Or.

Rosé xx

Auch sehr gut, komplett und überbordend, etwas zu viel Zucker

#####
Pierre Gerbais (Celles sur Ource) *

Diesen Winzer empfand ich nicht als „Must Have“ aber vielleicht als „Must Look“. Ob man wirklich Champagner von Weißburgunder Trauben braucht weiß ich auch noch nicht, aber schlecht ist es auch nicht. Und ein wenig Vielfalt schadet sicher nicht. Der Rosé de Saignee ist auf jeden Fall der Knaller, einer der Besten, den ich während der drei tage getrunken habe.

Réserve extra Brut xx

Sehr stimmiges Produkt, würzig, präsent, wäre super für den Ofenausschank in einer Bar geeignet.

L’Audace x

Zero Dosage, trotzdem sehr trinkig und zugänglich, gefällt mir gut

L’Originale

100% Weißburgunder, sehr interessant aber nicht mein Fall

Rosé de Saignée xxx

Super! Gefällt mir so richtig gut: lebhaft, fröhlich, rund, komplex, trotz der Zero Dosage. Die Version, die ich verkostet habe, kommt leider erst in 2 Jahren auf den Markt, wenn ich es richtig verstanmden habe.

#####
Doyard (Vertus)

Cuvée Vendémiaire Brut

100% Chardonnay, 30% Ausbau der Grundweine im Holzfass, ERnten 05/06/07, bottling 2008

Gefällt mir nicht, tendiert so in eine Richtung vom Geschmack, ist nicht komplett, nicht rund

Clos de l’Abbaye 2008 x

100% Chardonnay, biodynamisch produziert

Schmeckt sehr interessant, hat Tannine, hinterlässt einen starken Eindruck, leider etwas zu süß

BdB 2007

Vor 1 Monat degorgiert, zeigt sich derzeit nicht optimal, grobe Perlage, Höhen stoßen nach oben raus

La Libertine

Spannender Süß-Champagner, mit gereiften Tönen, Stilistik sei so, wie man Champagner früher produziert hat, sagt man mir. Könnte ich mir zum Dessert vorstellen.

#####
J-L Vergnon (Le Mesnil sur Oger)

Conversation

Gut aber zu süß

Eloquence x

Sehr schön, leider etwas zu pappig

Rosémotion

Schwache Aromatik

Confidence 2007

Krasse Holztöne, nicht mein Fall

#####
A. Margaine (Villers-Marmery)

L’Extra Brut bdb

Schöner Einstieg, wobei die Höhen zu sehr rausstechen, aber bereits schön komplex

Blanc de Blanc 2006

Extreme Süße, die alles überdeckt

Cuvée Club 2008

bdb, gefällt mir nicht, ebenfalls sehr süß und bonbonartig

Cuvée Traditionelle

Am spannendsten, hat schöne Moccanoten, aber auch zu süß

#####

Lancelot Pienne (Cramant)

Der „Champagne Warrior“ Brad Baker schickte Boris Maskow und mich zu diesem Winzer und kam dabei aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus, das sei DIE Entdeckung! Leider konnten wir es nicht so richtig nachvollziehen, uns erschienen die Champagner zu süß und insbesoners die Vintages konnten uns nicht überzeugen. Das mag aber vielleicht wieder an den unterschiedlichen Dosage Vorlieben zwischen Amerikanern und Europäern liegen… Allerdings der Cuvée de la Table empfand ich als einen der stimmigsten Basis Champagner, der war richtig klasse und hat ein super Preis Leistungsverhältnis.

Cuvée de la Table Ronde Grand Cru xx

100% Chardonnay, 8g Dosage

Sehr komplett für den Einstieg, möchte ich gerne austrinken, einer der besten Einstiegscuvées bislang, sehr langer Abgang

Cuvée Marie Lancelot Grand Cru 2008

100% Chardonnay, schmeckt wie ein rundgelutschtes Bonbon

Cuvée Sélection Assemblage x

Ganz gut, konnte aber nicht wirklich überzeugen

Perceval 2008

50% Chardonnay, 50% Pinot Noir, wirkte extrem süß…

#####
Dehours (Mareuil-le-Port)

Grande Réserve Brut

Hat diese Stilistik, die ich nicht mag, die nach Eisen und Jod schmeckt (durch Stahlausbau?)

Rosé

Empfinde ich als extrem unausgewogen und unstimmig

La Cote en Bosses 2005

Sehr komplex und vielschichtig, hat aber leider auch diesen Eisen/Jod Ton

La Croix Joly 2005 x

Hätte er nicht diese Eisen/Jod Aromatik, dann wäre dies ein großes Stück Wein: vielschichtig, dicht, tief, Kaffeenoten

#####
Gonet Médeville (Bisseuil)

Die Champagner liefen bisweilen gut rein, ich empfand sie aber als extrem süß, teilweise hat für mich die Süße alles andere überdeckt, deswegen hat es mir leider nicht so gut gefallen.

#####

2 thoughts on “Les Artisans du Champagne – 23.04.13 Domaine Les Crayéres

  1. Pingback: Champagner Reise April 2013: Winzerentdeckungen und das Thema Dosage | Glücksinseln

  2. Pingback: Champagner Reise April 2013: Winzerentdeckungen und das Thema Dosage | Glücksinseln

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s